Wichtige Hinweise für Reisen nach Indien
Indien-Reiseexperte
Wir haben einige Reisetipps zusammengestellt, die Ihnen bei der Planung Ihrer Reise sicher hilfreich sind. Es handelt sich um die persönliche Meinung von Reiseexperte Piyush Mathur, der seine Erfahrungen in den letzten 22 Jahren im Tourismus gesammelt hat.
Medizin, Flüssigkeit, Adapter und Ladegeräte:
Medizin: Bringen Sie einen gut ausgestatteten Erste-Hilfe-Kasten mit Ihren persönlichen Medikamenten sowie Mitteln gegen Magenprobleme, Kopfschmerzen, Durchfall und Insektenstiche mit.
Sie sollten auch Pflaster für die Notfallsituationen dabeihaben. Informationen zu Impfungen usw. kann Ihnen Ihr Hausarzt geben.
Es gibt viele Gerüchte über Indien, aber nicht alle stimmen. Hören Sie sich vor Ihrer Reise nicht zu viele Geschichten über Viren an. Fragen Sie Ihren indischen Reiseveranstalter oder verlassen Sie sich auf die Informationen des Ministeriums für Gesundheit und Familienfürsorge (MoHFW) oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Flüssigkeit: Wenn das Klima in Ihrem Reiseziel Indien sehr heiß ist, sollten Sie Magnesium und Elektrolyte mit Mineralien dabei haben. Bei schwülem Wetter sollten Sie viel Flüssigkeit zu sich nehmen.
Elektrolyte sind in Indien überall erhältlich und geben Ihnen Kraft und Energie.
Gegen Hitze in Indien können Sie bestimmte Getränke überall bekommen. Zum Beispiel Süß- und Salz-Lassi, Süß- und Salz-Soda (Fresh Lime Soda) (Sprudelwasser/Wasser mit Gas), Buttermilch (Chhach), Kokosnusswasser oder ähnliche Getränke, die süße und salzige Mineralien enthalten und bei solchen Temperaturen dem Körper helfen können.
Vermeiden Sie es, Zuckerrohrsaft auf der Straße zu trinken, da dieser meist mit künstlichem Zucker zubereitet und die Gläser mit Ableitungswasser abgewaschen werden.
Adapter und Ladegeräte: Indien hat eine andere Steckdosennorm (Typ D und C), daher sollten Sie einen Reisestecker-Adapter mitbringen, um Ihre elektronischen Geräte aufzuladen. Aber wenn Sie mit uns nach Indien reisen, machen Sie sich keine Sorgen, weil unsere Hotels und Autos mit solcher Art ausgestattet sind.
Kleidung, Sonnenschutzmittel und Mückenschutz::
Klimaangepasste Kleidung: In Indien ist es im Sommer warm und im Winter kalt. Man sollte also je nach Reisezeit und Zielort Kleidung für den Sommer und den Winter mitbringen.
Wenn Sie egal welchen hinduistischen Tempel/Moscheen/Sikh-Tempel besuchen, sollten Sie lange Hosen tragen oder so eine Art der Hose dabeihaben, die Sie sich selbst kurz und lang (mit dem Reißverschluss) machen können.
In vielen Tempeln sind die Sachen aus Leder nicht erlaubt (egal ob künstliches Leder), also sollten
Sie nehmen eine angemessene Hose mit, die Sie ohne Gürtel auch tragen können. Die Frauen sollten auch ein Tuch dabeihaben, um den Kopf zu bedecken, weil es in einigen Moscheen/Sikh-Tempeln/jainistischen Tempeln, eine solche Regel sein kann.
Bringen Sie lieber eigene mit, damit tragen Sie kein gebrauchtes Tuch. In vielen Tempeln sind ärmellose T-Shirts nicht erlaubt.
Warum ist es besser, während der Reise lange Hosen zu tragen?
Solche Kleidung hilft Ihnen eigentlich gegen Moskitos. Moskitos sind besonders an Orten zu finden, an denen es viele grüne Bäume oder Pflanzen gibt oder an denen sich Wasser befindet. Manchmal können sie auch im Auto sein. Obwohl der Chauffeur etwas gegen die Moskitos besprüht, kann es trotzdem passieren.
Malaria ist nicht überall. Sie kommt nur zu bestimmten Zeiten oder an Orten vor, an denen sich Wasser staut. Malaria wird durch weibliche Moskitos übertragen und die Moskitos können tagsüber gefährlicher sein. Sie beißen normalerweise in die Knöchel und Ellbogen. Überlegen Sie also selbst, was Sie besser anziehen sollen.
Eine empfehlenswerte Wahl ist eine Baumwollhose, die Sie überall in Asien bekommen können.
Sonnenschutzmittel und Mückenschutz: Da es in Indien sehr sonnig sein kann, sollten Sie Sonnencreme, Sonnenhüte und Sonnenbrillen mitnehmen. In einigen Gebieten sind auch Moskitonetze und Insektenspray empfehlenswert. In Indien sind auch gute Mittel wie Odomos-Spray und ayurvedische Mittel zum Besprühen erhältlich.
Schuhe, Socken, Frühstück und Fotografie:
Bequeme Schuhe:
In Indien, Nepal und Bhutan gibt es viele Sehenswürdigkeiten, die Sie zu Fuß erkunden müssen. Deshalb sollten Sie bequeme Schuhe mit gutem Profil einpacken.
Ein gutes Profil ist essenziell. Egal, ob Sie eine Festung oder einen Tempel besuchen oder eine Wanderung unternehmen, gute Schuhe sind ein Muss.
Wenn Sie einen Tempel besuchen, müssen Sie Ihre Schuhe draußen lassen. Es gibt immer einige Menschen, die auf die Schuhe aufpassen. In vielen hinduistischen Tempeln ist dieser Service kostenlos, ansonsten geben Sie bitte circa 10 Rs pro Person. Diese Leute machen das beruflich, also sollten Sie etwas geben.
In den Tempeln dürfen Sie die Schuhe nie mitnehmen, da dies als Beleidigung des Glaubens angesehen wird. Als Reisende sollten Sie das Land und seine Leute respektieren. Andere Länder, andere Sitten.
Beim Besuch der Tempel, wenn die Socken nass oder dreckig werden, können Sie wechseln. Deswegen bringen Sie bei einer Reise immer extra Socken mit. Sonst haben Sie nachher ein unangenehmes Gefühl.
In der Sommersaison sollten Sie beim Tempelbesuch dicke Socken tragen, weil der Fußboden sehr heiß sein kann. Besonders in Südindien.
Frühstück: Wenn Sie im Hotel frühstücken, können Sie das in aller Ruhe tun. Bitte nehmen Sie nach dem Frühstück aber keine Speisen mit, die Sie später essen möchten.
Sie haben das Frühstück bezahlt, nicht das Mittagessen.
Es sieht nicht gut aus, wenn man ein entsprechendes Plakat nur auf Deutsch in einigen Hotels lesen muss.
Die Fotografie: In Indien, Nepal und Bhutan können Reisende fast überall fotografieren, besonders, wenn sie einen Einheimischen dabei haben. Manchmal ist es jedoch auch nicht erlaubt. Es hängt alles von der Situation ab.
Einige Beispiele.
Auf dem Denkmal: Indische Denkmäler sind wunderschön. Die ältesten Kulturen und Zivilisationen der Welt haben in verschiedenen Zeitaltern Meisterwerke geschaffen.
Nicht nur die monolithischen Skulpturen in den Denkmälern sind wunderschön, sondern auch die Besucher. Das können indische Frauen in bunten Saris oder Mädchen mit zusammengebundenen Haaren sein. Es ist alles einfach toll!
Wenn Sie solche Motive fotografieren möchten, ist es jedoch am besten, vorher um Erlaubnis zu fragen.
Falls Sie eine Reise mit einem deutschsprachigen Reiseleiter aus Indien, Nepal oder Bhutan bei uns buchen, ist das sehr einfach.
Sonst sprechen Sie die Zeichensprache, in der alle Inder ausgezeichnet sind.
Zeigen Sie mit beiden Händen die Stellung zum Fotografieren. Die lachenden Gesichter werden Ihnen die Antwort geben.
Die Männer sollten Frauen ohne deren Erlaubnis nicht fotografieren. Bestimmte Themen sollten Sie vermeiden. Insbesondere Leichname und Badestellen am Ufer.
Reiseversicherung, Auf der Straße, kälteren Regionen
Reiseversicherung:
Reiseversicherung: Wir empfehlen Ihnen den Abschluss einer umfassenden Reiseversicherung, um unvorhergesehene Ereignisse wie medizinische Notfälle oder Gepäckverlust abzudecken.
Deshalb stellen wir Ihnen einen entsprechenden Nachweis aus. Auf diesem Beleg finden Sie Informationen zur Tour sowie Ihre angegebenen Daten wie Namen, Anschrift, Reisekosten, Vorauszahlungsbetrag oder Restbetrag.
Mit dem Nachweis können Sie Ihre Reise bei einer Versicherungsgesellschaft Ihrer Wahl (z. B. ADAC oder R+V-Gruppe) versichern, je nach Ihren Präferenzen (z. B. Stornierung aufgrund von Krankheit oder Flugausfall).
Gemäß EU-Vorschriften dürfen nur Reisebüros in Europa das anbieten. Wir können das auch über unsere Partnerreisebüros anbieten, jedoch würde die Reise teurer werden und wir könnten unser Ziel, gute Leistungen zu fairen Preisen zu bieten, nicht erreichen.
Auf der Straße:
Auf der Straße: Die Reisenden sollten von den Verkehrsmitteln und die Tiere immer vorsichtig sein. Manchmal kann eine heilige Kuh auch gefährlich sein. Die Reisenden sollten immer von den Tieren einen ausreichenden Abstand behalten, besonders von Bullen.
Viele Gäste machen den Fehler, die Tiere direkt in die Augen zu fotografieren, was die Tiere wegen der Blitze aggressiv macht. In Indien denken Sie bitte an den Spruch: „Aus den Augen verloren, Unfall passiert.” (नज़र हटी, दुर्घटना घटी).
In den kälteren Regionen: Der indische Winter ist ganz anders. Egal, wie kalt es bei Ihnen zu Hause ist, Sie können es nicht mit dem indischen Wetter vergleichen. Es kann zu starken Winden kommen. In der Winterzeit wird es in Nordindien – das heißt von Kaschmir-Ladakh bis Rajasthan – extrem kalt. Nachts kann die Temperatur auf bis zu −2 bis −10 °C sinken.
Im Hotel gibt es natürlich zusätzliche Bettdecken oder Heizungen, aber es wäre besser, wenn Sie eine Warmwasserflasche mitnehmen könnten. Falls die Betttücher feucht sind, können Sie Ihre Füße damit wenigstens wärmen.
Sie werden feststellen, dass Warmwasserflaschen während der Nachtruhe äußerst angenehm sein können.
Währung in Indien:
Die indische Währung ist die Rupien. Es gibt Münzen zu 1 und 2 Rupien sowie Banknoten zu 1, 2, 5, 10, 20, 50, 100, 200 und 500 Rupien. Sie werden 1-, 2- und 5-Rs-Scheine während der Reise kaum sehen. Heutzutage sind die Dinge so teuer geworden, dass 1-, 2-, 5-, 10‑Rs‑Scheine fast keine Rolle spielen.
Tomaten kosteten zurzeit ca. 1 Euro pro Kilogramm. Benzin kostete ca. 1 Euro pro Liter. Verhältnismäßig ist das zu viel, weil die Inder Rupien und nicht Euro verdienen.
1, 2, 5 und 10 Rs werden also für Kleinigkeiten benutzt. Auf der Straße wird Tee für 10 bis 20 Rs verkauft. In Restaurants kann er aber 70, 100 oder 500 Rs kosten. Das ist je nach Restaurant unterschiedlich. Die Inder kennen diesen Unterschied, aber für Reisende ist dieser Kontrast schwierig, zu verstehen.
Wenn Sie also irgendeine Art von Getränken trinken möchten, sollten Sie vorher den Preis wissen. Es wird häufig auch digitales Geld benutzt (über 1,5 Milliarden UPI-Transaktionen täglich). Deswegen sollten Reisende Kleingeld dabei haben.
Kleingeld ist schwierig zu bekommen. Sie bekommen es in Restaurants, Hotels oder Geschäften. Zuerst sollten Reisende das Kleingeld besorgen und es dann überall verwenden. Im Hotel funktionieren Kreditkarten, aber auf der Straße nicht. Es ist nicht fair, wenn man 20 Rs Tee in kleinen Geschäften getrunken hat und dann einen 500-Rs-Schein gibt.
Lieber sagen Sie vorher Bescheid, und wenn es möglich wäre, würden die Leute Ihnen gerne helfen. Die Leute sind allgemein sehr freundlich und hilfsbereit.
Besorgen Sie sich deshalb vorher Kleingeld. Der Wechselkurs unterliegt jedoch ständigen Schwankungen. Wir empfehlen Ihnen, Bargeld in Euro sowie gängige Kreditkarten mitzunehmen. In großen Städten gibt es Geldautomaten, an denen Sie mit der EC- oder Kreditkarte und der entsprechenden PIN Bargeld in Rupien abheben können.
In Indien gibt es überall Geldautomaten. In den Automaten können Sie einfach Geld abheben. Wir empfehlen Reisenden, einmal 10.000 Rupien abzuheben. Wenn Sie noch mehr benötigen, können Sie erneut 10.000 Rs abheben. Sie bezahlen ca. 2–3 % Gebühr pro Transaktion.
Internationale Kreditkarten werden in vielen Geschäften, Restaurants und Hotels akzeptiert. Die Ein- und Ausfuhr der Landeswährung ist untersagt. Ausländische Währung darf dagegen uneingeschränkt ein- und ausgeführt werden, hierfür ist lediglich eine Deklaration erforderlich. Bitte lassen Sie sich beim Geldumtausch eine Quittung aushändigen, da diese gegebenenfalls beim Rückumtausch von Bargeld benötigt wird.
Indien, Nepal und Bhutan sind nicht billig, aber es hängt von den Reisenden ab, wie viel sie für ihre Reise ausgeben möchten.
Unsere ernste Empfehlung lautet daher: Wenn Sie finanziell nicht gut situiert sind, verschieben Sie Ihre Reise. Grundsätzlich gilt: Je mehr Geld Sie ausgeben, desto mehr Erfahrungen und Erlebnisse sammeln Sie.
Ein Beispiel: Wir können die Rajasthan-Rundreise mit zwei Wochen in Mittelklasse-Hotels für 1.500 Euro pro Person anbieten. Die gleiche Rundreise mit Luxushotels wie den preisgekrönten „Taj” und „Oberoi” kostet hingegen 8.630 Euro pro Person.
Das bedeutet, es gibt verschiedene Kategorien von Leistungen, Service, Produkten, Hotels, Essen usw. Die Preise können im Vergleich zu Europa günstig sein, manchmal sind sie aber ähnlich hoch oder sogar höher.
Das hängt von der Region, der Reisezeit und anderen Faktoren ab.
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